Hamburg – Tor zur Welt, Heimat des Kaffeegenusses.

Hamburg und Darboven – das gehört zusammen wie Kaffee und Genuss. Hier in Hamburg unternahm Firmengründer Johann Joachim Darboven 1866 seine ersten Schritte als selbständiger Kaffeehändler. Heute zählt das Unternehmen über 1.100 Mitarbeiter und ist in neun europäischen Ländern aktiv. An der Verbundenheit zum Standort Hamburg hat sich dadurch nichts geändert. Das hat gute Gründe: Zum einen ist der Hamburger Hafen Europas größter Anlieferplatz für Rohkaffee, zum anderen setzt J.J.Darboven seit jeher auf traditionelle Hamburger Werte – auf Zuverlässigkeit, Beständigkeit und vertrauensvolle Partnerschaften. Und natürlich existiert mit der historischen Speicherstadt in Hamburg ein ganzes Viertel, das untrennbar mit Kaffeekultur verbunden ist.

Patenschaft mit Symbolcharakter: Darboven und die Brooksbrücke.


In der Speicherstadt lagerten die Hamburger Kaufleute im 19. Jahrhundert zollfrei ihre Waren – unter anderem große Mengen Kaffee. Die Brooksbrücke, die seit 1888 die Altstadt mit der Hafeninsel Kehrwieder verbindet, war einst die Hauptzufahrt zu diesem riesigen Lagerhausensemble.




Auch Albert Darboven überquert auf seinem Weg in die Firmenzentrale in Billbrook täglich die Brooksbrücke. Der Symbolcharakter des Bauwerks hat den Firmenchef 2003 dazu bewogen, die Patenschaft dafür zu übernehmen. Im Rahmen dessen hat er die Rekonstruktion der vier Bronzeskulpturen finanziert, die die Brooksbrücke trägt. Es handelt sich dabei um Figuren, die die Bedeutung der Brücke für die Stadt Hamburg symbolisieren: Am nördlichen Ende finden sich die Stadtpatronin Hammonia sowie Europa, die für Verbundenheit mit den europäischen Nachbarn steht. Am südlichen Brückenkopf wachen Abbilder von Religionsstifter St. Ansgar und Barbarossa, dem Wegbereiter des freien Handels in der Hansestadt.

Was ist hanseatisch?

Diese einzigartige Mischung aus Tatkraft, Umsicht und klugem Geschäftssinn – meint Henning Voscherau.


   Dr. Henning Vorscherau  Er ist einer der bekanntesten Hanseaten: Johann Buddenbrook aus dem Roman von Thomas Mann. Wie kein anderer verkörpert der energische Patriarch der Lübecker Kaufmannsfamilie die Werte der norddeutschen Kaufleute, die im 19. Jahrhundert mit Tatkraft, Umsicht und klugem Geschäftssinn weltweit erfolgreich waren. Johann Buddenbrook pflegte die Ideale der Aufklärung, zeigte sich skeptisch gegenüber der Kirche und übernahm Verantwortung für sein Handeln und die Gesellschaft. Dabei agierte er mit Entschlossenheit im Sinne von Firma und Familie – nach der Maxime seines Vaters: „Mein Sohn, sei mit Lust bei den Geschäften am Tage, aber mache nur solche, dass wir bei Nacht ruhig schlafen können!“ 

Als ehemaliger Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg sowie als Freund und Wegbegleiter der Familie Darboven fallen mir einige Parallelen zwischen Johann Buddenbrook und dem Firmengründer Johann Joachim Darboven auf: Ich denke da an den verhaltenen Stolz der norddeutschen Kaufleute des ausklingenden 19. Jahrhunderts – an Pioniergeist, Fleiß und Umsicht und an eine aufgeklärte Nüchternheit. Die hanseatischen Tugenden wie Verlässlichkeit, Anstand und Fairness sind heute so aktuell wie im 19. Jahrhundert. Davon bin ich überzeugt. Die Hanseaten haben in den vergangenen Jahrhunderten vorgelebt, was heute Manager als Corporate Social Responsibility bezeichnen. Denn in der Blütezeit der Hanse galt ein Geschäftsmann als ehrbar, wenn er Erfolg hatte. Und wer Erfolg hatte, übernahm Verantwortung. 

Ich würde sogar behaupten, die Akteure der Hanse nahmen die Rolle der heutigen Konzerne ein. So betrachtet ist die Hanse ein Beispiel für ein Handelsbündnis auf einem globalisierten Markt und in gewisser Weise ein Vorläufer der EU. Vielleicht könnte man sogar so weit gehen zu behaupten, dieser Konsens zwischen Städten wie Novgorod, Bergen, Danzig, Wismar, Lübeck und Hamburg hat für ein friedliches Miteinander Entscheidendes beigetragen? Der Hanseat von damals verkörperte bereits die heute so wichtigen Ideen des nachhaltigen Wirtschaftens und der Verantwortung für das Gemeinwohl. Dieser vornehme Kaufmann war weltoffen und freigiebig und oft ein großer Mäzen. Anlässlich des 150. Firmenjubiläums erscheint es mir offensichtlich, dass die Firma J.J.Darboven exemplarisch für die hanseatischen Werte wie Orientierung, Verlässlichkeit und Vertrauen steht. Diese Tugenden haben sich im Laufe der Geschichte als entscheidender Vorteil im Wettbewerb auf einem globalisierten Markt erwiesen. Und ich denke dabei an die Zukunft: Wir leben in einem Zeitalter, das bewährte Geschäftsmodelle innerhalb weniger Monate obsolet werden lässt, das mit Digitalisierung, Globalisierung und Innovationen für einen harten Anpassungsdruck sorgt. Traditionelle Führungstugenden erscheinen mir da wichtiger denn je.

Moderne Hanseaten wie Albert Darboven halten mit Weitsicht und Besonnenheit unsere Gesellschaft zusammen. Dr. Henning Voscherau, Erster Bürgermeister a.D.


Das Vermächtnis des Firmengründers Johann Joachim Darboven zu respektieren, gehört zu den Leistungen der nachfolgenden Generationen. Es ist das Zusammenspiel zwischen unternehmerischem Vorwärtsdrang und sozialer Verantwortung, das die Darbovens auszeichnet. Loyalität und Treue zum Unternehmen werden nicht nur auf der Führungsebene von Generation zu Generation weitergegeben. Auch die Angestellten fühlen sich dieser Tradition verbunden. 

Mir erscheint es deshalb nur logisch, dass heute Albert Darboven mit dem IDEE-Förderpreis innovative Unternehmerinnen unterstützt. Deshalb ist es mir auch jedes Jahr wieder eine Ehre und Pflicht, als Juryvorsitzender bei diesem Innovationspreis mitzuwirken. Ich betone dieses unternehmerische und soziale Engagement, das auch der Stadt, Künstlern, Sportlern und Kaffeebauern zugutekommt. Warum? Weil Albert Darboven als Firmenchef in vierter Generation die hanseatische Idee in die Zukunft führt. 
 

Hamburg J.J.Darboven Landungsbrücken
 

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